Der Holzbildhauer und Kunstschreiner
Beruflicher Werdegang:
3 Jahre Schreinerlehre mit anschl. Gesellenprüfung
1984-87: Ausbildung zum Holzbildhauer und Schnitzer an der Staatlichen
Berufsfachschule für Bildhauer und Schnitzer in Oberammergau
Abschluss mit dem Bayerischen Staatspreis
Seit 1989 selbständig als Bildhauer und Schnitzer in Owingen bei Überlingen/Bodensee.
Meine Arbeit - von der Idee bis zum fertigen Kunstwerk:
Auf dem landwirtschaftlichen Anwesen meines Vaters Norbert Benz, der schon über 45 Jahre als nebenberuflicher Bildhauer Masken (Larven) schnitzt, aber auch ornamenal arbeitet und im sakralen Bereich wiederinstandsetzt, wurden Räume für Werkstatt und Atelier geschaffen.
Hier entstehen Neuentwürfe im profanen und sakralen Bereich wie
Fasnachtsmasken, Figuren, Reliefs, Ornamente, Möbel (z.B. der typische
Bodenseeschrank). Ich restauriere alte Figuren und Möbel, rekonstruiere und
ergänze fehlende Teile an Figuren und Schnitzwerk in Kirchen und Schlössern
(z.B. Barockkirche Steinhausen, Katholische Kirche St. Konrad in Radolfzell) und
fertige auch genaue Kopien alter Kunstwerke an (z.B. des allseits bekannten
Birnauer Honigschleckers), einschließlich farblicher Fassung.
Inzwischen sind wir für ca. 50 Narrenzünfte tätig, entwerfen und schnitzen deren Masken einschließlich ihrer farblichen Fassung. Wir beraten in allen Belangen und Fragen bezüglich Häsgestaltung usw. in der alemannischen Fasnet.
Als Vorlage für eine Maske kann ein neues oder historisches Foto dienen, ein selbstgemachter Entwurf beispielsweise aus Pappmaché oder auch nur eine wörtliche Beschreibung.
Der Entwurf wird dann von mir aus Ton hergestellt, ein Material, das sich in
alle möglichen Formen bringen lässt, so dass der Fantasie keine Grenzen
gesetzt sind. Feucht gehalten unter eine Plastikhaube, kann der Entwurf dann
noch nach den Wünschen des Auftraggebers beliebig abgeändert werden. Nach
diesem Tonmodell wird dann mit Hilfe eines Punktiergeräts der
"Prototyp" aus Holz geschnitzt, grundiert und bemalt und/oder gefasst.
Weitere Einzelheiten finden sich in einem Porträt in den "Narrenstuben" des "Narrenspiegels", dem Webportal zur schwäbisch-alemannischen Fasnet.
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